Kurzfilm „Un Sacré Mariage“

Zuerst besprechen Sie die Vokabeln aus dem Wortfeld „sich verlieben, sich gegenseitig eine Stütze sein, heiraten“. Das können sein:

  • to (madly) fall in love
  • to get involved with each other
  • to be faithful and help each other
  • to propose
  • to accept a proposal
  • to organize a wedding/ to book a wedding planner
  • civil wedding / registry office wedding
  • to get married in church
  • fiancèe, fiancè
  • beautiful bride and happy groom
  • priest
  • nun
  • adequate / in adequate music
  • marriage certificate

Dann zeigen Sie diesen Kurzfilm, der etwa zwei Minuten dauert, damit der Schüler sich das bildlich vorstellen kann und mit den abstrakten Vokabeln etwas Visuelles verbinden kann.

Der Schüler muss nur mit Hilfe der besprochenen Vokabeln den Inhalt des Kurzfilms wiedergeben. Das wird etwa 8 Minuten dauern.

Anschließend können Sie dem Schüler eine Heiratsurkunde zeigen:

Dazu kann er die Vokabeln erschließen, die auf der Urkunde zu finden sind und als deutsche Übersetzung daneben schreiben, um es sich gut einprägen zu können und die Bedeutung nicht falsch auszulegen:

  • signature
  • witness
  • officiated by
  • matrimony

Das Ganze dauert etwa 1 5 Minuten. Es ist geeignet nach Schulaufgaben zur Entspannung und Auffrischung von Vokabeln für zwischendurch.

Warum Kurzfilme im Unterricht?

Kurze animierte Filme (animated shorts) haben in den letzten Jahren ein Revival erlebt. Relativ billig in der Produktion, geschrieben und animiert von unabhängigen Künstlern und mit hervorragend konstruierten Geschichten, eignen sich Kurzfilme hervorragend für den Einsatz im Sprachunterricht. Hinzu kommt, dass die wirklich kurzen Zeichentricks, die selten länger als fünf Minuten sind, ganz ohne Dialoge auskommen. Sie sind bei YouTube frei verfügbar. Die zum Zeigen von Kurzfilmen benötigte Technik hat mittlerweile jeder in der Tasche: ein Smartphone. Natürlich kommt das Bild auf einem etwas größeren Bildschirm, zum Beispiel einem Tablet, viel besser zur Geltung.

Kurzfilme lassen sich in jedem Sprachunterrricht gewinnbringend einsetzen.

In Deutsch kann man jüngere Schüler an Inhaltsangaben, Zusammenfassungen und metaphorische Darstellungen heranführen. Mit Hilfe der Kurzfilme kann man älteren Schülern dramatische Konflikte veranschaulichen, mit ihnen die Eskalation von Konflikten besprechen, die Rolle der modernen Technik und der Social Media im Alltagsleben diskutieren, das Beschreiben lernen und sogar Erzähltechniken, Perspektiven, Rückschauen, Vorgriffe und Sonstiges gut erklären.

Im Englischunterricht kann man die Geschichten nacherzählen lassen und  bestimmte Wortfelder wiederholen sowie zu Diskussionen über interessante Themen anregen.

Selbst im Lateinunterricht kann man Kurzfilme einsetzen. Für die Vorentlastung der Metamorphosen eigenen sich Zeichentricks, in denen Mythen gezeigt werden, zum Beispiel Apoll und Daphne:

Hier eine ganze Einführung in die griechisch-römische Mythologie in einem witzigen Dialekt:

Der Kanal https://www.youtube.com/user/TheSimpleHistory bietet sehr gut gemachte Kurzvideos zur römischen Geschichte, die sich immer wieder als Überblick und Wiederholungsmöglichkeit eignen.

Um die Filmchen möglichst fruchtbar einzusetzen, muss man unbedingt Begleitmaterialien erstellen. Hier ist tatsächlich der Einsatz von Arbeitsblättern sinnvoll.

Mythen mit Bildern und Symbolen

Um den Kindern Mythen beizubringen und generell längere Geschichten, zum Beispiel im Geschichtsunterricht, sind Kärtchen mit Symbolen sehr sinnvoll.

Wenn es um die bekannten mythischen Gestalten geht, suchen Sie einfach Bilder im Internet, die den Sachverhalt ab besten abbilden, zum Beispiel einen Sysiphos oder einen Tantalos.

Drucken Sie diese Bilder bunt aus, laminieren Sie sie und fragen Sie Ihre Schüler in regelmäßigen Abständen nach den Namen der Gestalten und nach den Geschichten um diese. Die visuelle Stütze ist für den Schüler wirklich eine große Hilfe.

So kann es aussehen:

Götterpuzzle

Für zwischendurch in der Lateinnachhilfe eignet sich das Götterpuzzle. Sie brauchen dazu schöne Götterbildchen, auf denen die Attribute der Götter klar erkennbar sind, z.B. aus „Sic est 1, Sachwissen Latein, Lehrbuchphase“, Seite 10.

Diese Götterbildchen kann man nun farbig abkopieren, laminieren und ausschneiden. Gesondert schneidet man noch die Götternamen mit dazugehörigen Attributen heraus. Das Ganze kann man in einem Kuvert aufbewahren, sonst gehen die kleinen Teile schnell verloren.

Nun kann man den Schüler dazu anhalten, den Göttern die jeweiligen Namen und Attribute zuzuordnen. Als weiteren Schritt kann man die Attribute wegnehmen und der Schüler soll die Götter selbst benennen.

Weiterhin kann man auf einem Blatt einen Stammbaum der Götter skizzieren, der Schüler kann die Götter dann auf dem Stammbaum zuordnen.