Mythen mit Bildern und Symbolen

Um den Kindern Mythen beizubringen und generell längere Geschichten, zum Beispiel im Geschichtsunterricht, sind Kärtchen mit Symbolen sehr sinnvoll.

Wenn es um die bekannten mythischen Gestalten geht, suchen Sie einfach Bilder im Internet, die den Sachverhalt ab besten abbilden, zum Beispiel einen Sysiphos oder einen Tantalos.

Drucken Sie diese Bilder bunt aus, laminieren Sie sie und fragen Sie Ihre Schüler in regelmäßigen Abständen nach den Namen der Gestalten und nach den Geschichten um diese. Die visuelle Stütze ist für den Schüler wirklich eine große Hilfe.

So kann es aussehen:

Götterpuzzle

Für zwischendurch in der Lateinnachhilfe eignet sich das Götterpuzzle. Sie brauchen dazu schöne Götterbildchen, auf denen die Attribute der Götter klar erkennbar sind, z.B. aus „Sic est 1, Sachwissen Latein, Lehrbuchphase“, Seite 10.

Diese Götterbildchen kann man nun farbig abkopieren, laminieren und ausschneiden. Gesondert schneidet man noch die Götternamen mit dazugehörigen Attributen heraus. Das Ganze kann man in einem Kuvert aufbewahren, sonst gehen die kleinen Teile schnell verloren.

Nun kann man den Schüler dazu anhalten, den Göttern die jeweiligen Namen und Attribute zuzuordnen. Als weiteren Schritt kann man die Attribute wegnehmen und der Schüler soll die Götter selbst benennen.

Weiterhin kann man auf einem Blatt einen Stammbaum der Götter skizzieren, der Schüler kann die Götter dann auf dem Stammbaum zuordnen.

Vorgangsbeschreibung mit einem Zaubertrick

Zuerst zeigt man dem Schüler den Zaubertrick:

Man braucht ein schwarzes Kästchen mit einem Chip und einem Shell (einem hohlen Chip), zum Beispiel aus diesem Set. Äußerlich gleichen sich diese. Beide Chips verschwinden unter dem schwarzen Kästchen. Das Kästchen wird hin- und hergeschoben, dabei kann man einen Zauberspruch aufsagen. Wenn man das Kästchen entfernt, ist einer der Chips verschwunden.

 

Das Kind macht große Augen. Wo ist der zweite Chip?! Damit der Schüler das herauszufinden kann, sollte man ihm das Kästchen und die Chips für einige Minuten überlassen. Um den Anlass der Vorgangsbeschreibung zu erschließen, kann man sich kurz darüber unterhalten, wann man solche Tricks zeigen könnte.

Darauf kann man am Tafelrand oder im Heft benötigte Wörter sammeln, also Chips, Shell, Zauberkästchen.

Das alles dauert etwa 10 Minuten.

Darauf schreibt man zusammen die Vorgangsbeschreibung und lässt den Schluss vorerst weg. Bei diesem kleinen und einfachen Trick wird das Verfassen etwa 20 Minuten einnehmen.

In den restlichen 15 Minuten  kann man dem Schüler noch einen zusätzlichen Chip geben, damit er selbst andere Trickvarianten zeigt. Um diese kann man dann die entstandene Vorgangsbeschreibung ergänzen und einen Schluss verfassen.

So hat der Schüler in 45 Minuten eine vollständige Vorgangsbeschreibung zu einem Trick geschrieben, einen Trick gelernt und gleichzeitig Spaß gehabt.

Zauberkästen im Unterricht

Zaubertrickssets können sich  für Lehrer als sehr nützlich und vielseitig einsetzbar erweisen.

Ich möchte den Kasten Magic XXL von Ravensburger vorstellen sowie den Zauberkasten Simsala.

Magic XXL von Ravensburger  

Dieser Kasten bietet 14 eher einfache Tricks. Das Set besteht aus fünf Zauberchips, einem Zauberwürfel, einem roten Zauberkästchen, zwei grünen Zauberkappen, zwei blauen Ringen, einem Spateln, drei oder vier kleinen, flachen Zauberchips und zwei kleinen roten „Zaubereimern“ und einem schwarzen Zauberkästchen. Außerdem gehören ein paar Zauberkarten und eine runde gelb-rote Karte dazu. Die Anleitungen zu den Tricks findet man auf praktischen Pappkarten auf Deutsch. Außerdem kann man durch ein paar Aufsätze den Zauberkasten vor den Augen des Publikums verstecken.  Ich finde, dass die meisten Tricks wirklich gelingen und nicht nur auf optischen Täuschungen beruhen, sondern wirklich nur mit Hilfe des nötigen Zubehörs gelingen. Ich habe etliche Zaubertricks ausprobiert und kann mit Sicherheit behaupten: man errät nicht sofort, wie der Trick funktioniert.

Zu einem Trick habe ich sogar eine 45-Minuten-Deutschstunde zur Vorgangsbeschreibung konzipiert.

Zauberkasten Simsala

Der zweite Zauberkasten, Simsala, bietet neben etlichen Tricks mit zwei großen Zauberkästen, einem Zauberstab, vielen Holzperlen und Zauberkarten sowie Zauberschnüren, Zauberbeuteln und einigen weiteren Features vor allem eine mehrsprachige Anleitung. Diese kann man hervorragend im Englischunterricht  einsetzen.

Zauberkästen kann man auch bei fortgeschrittenen Englisch-Schülern für die Erklärung der Zeiten gut einsetzen, da es bei den Zaubertricks ja um Vorgänge geht, die sich gut und konkret beschreiben lassen.

 

Geschichten erzählen mit „Story Cubes“

 

Geschichten erzählen ist eine der sogenannten Schlüsselkompetenzen in der Schule. Sowohl im Deutschunterricht ab der vierten Klasse als auch im Englischunterricht im Rahmen des mündlichen Ausdrucks ist es wichtig, zusammenhängende Texte zu produzieren.

Die StoryCubes leisten dabei unersetzliche Dienste. An dieser Stelle möchte ich den „Beginner-Set“ vorstellen, der aus neun Würfeln besteht und in einer orangefarbenen und sehr stabilen Verpackung mit Etui daherkommt.
Der Set setzt sich aus neun weißen Würfeln mit je sechs kleinen Piktogrammen zusammen. Die Bilder sind detailliert und liebevoll gestaltet. Sie sind nicht nur gemalt, was zum schnellen Abnutzen führen könnte, sondern in die Würfel gestanzt. Auf den Bildern ist z.B. eine Glühbirne zu sehen, ein Schaf oder eine Handlung, wie Schlafen oder Lachen. Die Würfel sind haptisch sehr angenehm, lassen sich gut rollen, sind relativ schwer und groß. Sie sind auch recht laut beim Rollen.
Ein großes Plus besteht auch darin, dass es bei der Marke StoryCubes viele andere Sets gibt, zum Beispiel Voyages oder Actions, die man nachkaufen kann, um das Repertoire zu erweitern. Die Schachtel mit den Cubes lässt sich hervorragend in einer überfüllten Lehrertasche transportieren, die Würfel rollen nicht heraus.

 

Die Methode im Unterricht ist folgende: der Schüler würfelt, ordnet dann die Symbole und erzählt eine Geschichte, ob in Englisch oder in Deutsch.
Schüler sind begeistert von dem Spiel. Es gibt auch eine App dazu, aber alle sprechen sich dafür aus, dass die „echten“ Würfel „cooler“ sind.

Hier eine Schülerin der Lernfabrik bei der Arbeit mit den StoryCubes:

„Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“

Zu der bekannten Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, die auf der sogenannten Zwiebelfisch-Kolumne basiert, gibt es einige Spielvarianten.
Ich möchte zwei davon vorstellen. Die erste besteht im Wesentlichen aus Kärtchen mit kniffligen Fragen zum deutschen Sprachgebrauch und einem kleinen Gerät, um die Antworten zu entziffern. Dazu gibt es noch Kärtchen mit „richtig“ oder „falsch“ sowie rote Spielchips. Ich finde es gut gemacht und spiele dieses Spiel gern mit älteren Schülern. Die Fragen sind nicht zu einfach und es macht extra Spaß, das Kärtchen in das „Kartenlesegerät“ hineinzuschieben, um herauszufinden, ob man recht hatte. Super Lernspiel und kostet nur 11,99€ bei Amazon.

Das zweite Spiel aus dieser Reihe besitze ich auch. Es kommt in einer großen, grünen Schachtel daher und hat, im Gegensatz zum ersten Spiel, sogar ein Spielbrett.

Dazu gibt es auch Karten mit Fragen, die teilweise wirklich knifflig sind und sich oftmals um Wortetymologie, d.h. um die Herkunft der Wörter drehen. Wenn ich dieses Spiel mit Schülern spiele, lasse ich den schön gestalteten Spielplan weg und benutze nur die Fragekarten und die Chips.
Die Kritik der Rezensenten bei Amazon, das Spiel sei pure Geldmacherei, kann ich nicht nachvollziehen. Die Fragen sind beantwortbar und herausfordernd.

Beide Spiele sind wirklich gut gemacht und gestaltet und ziemlich anspruchsvoll. Obwohl das zweite Spiel 8,99€ kostet, habe ich es gebraucht fast umsonst bekommen smiley.

Eine römische Galeere zum Anfassen

Um den Schülern im Lateinunterricht vor die Augen zu führen, wie römische Legionäre ausgesehen haben und wie ein römisches Schiff (in etwa) ausgesehen hat, gibt es, finde ich, nichts Besseres als die entsprechende History-Reihe von Playmobil.

Ich möchte die römische Galeere vorstellen. Auf der Abbildung ist gut zu erkennen, dass der Set nicht nur ein Römerschiff enthält, sondern gut ausgestattet ist mit Zusatzmaterial. Zwei Legionäre, ein Centurio, sechs Schilde, eine Standarte, sogar eine Schleuder, die tatsächlich schleudern kann, einige Fackeln und verschiedene Waffen sind enthalten. Mit dabei sind drei Behälter für Essvorräte, einige kleine Gläser, Bananen, Möhren und Brot. Das Zusammenbauen macht Spaß und geht sehr schnell, ca. 30 Minuten braucht man. Das Schiff hat eine kleine Vorratskammer im Boden, in der man für den Transport des Schiffs alle Vorräte und Waffen verstauen kann. Das Schiff kann man mit einem Motor aufrüsten, so dass es tatsächlich segeln kann. Die kleinen Legionäre können am Schiff festgemacht werden; so kann man das Schiff unbeschadet transportieren.

Ich finde dieses Schiff sehr empfehlenswert. Man kann es bereits in der Lehrbuchphase einsetzen bei der Behandlung der Invasion Britanniens durch die Römer. Natürlich wird dieses Schiff samt der Legionäre insbesondere für die Caesar-Lektüre interessant sein.
Im Übrigen kann man die Legionäre durch einen Kampftrupp ergänzen und so die Formationen der Römer veranschaulichen.
Bei Amazon kostet das Schiff 44,99 Euro, gerade ist es reduziert für 29,95 Euro zu haben.
Der Kampftrupp, bestehend aus sechs römischen Legionären mit Schilden und Schwertern sowie Speeren kostet gerade bei Amazon 10,99 Euro.

 

Spielerische Wortschatzerweiterung

Für schnelle spielerische Wortschatzerweiterung im Deutschunterricht funktionieren Spiele ganz gut, die auf dem Legen oder Würfeln von Wörtern basieren. An dieser Stelle möchte ich vier solche Spiele vorstellen.
Wichtig ist, dass man vor allem im Einzelunterricht als Lehrer keinen übergroßen Vorteil hat, sonst wird es für den Schüler langweilig, der Lehrer gewinnt ja sowieso. Deswegen ist es ganz gut, dass zu jedem Spiel etwas Glück gehört.

1. Scrabble Karten
Das Spiel besteht aus 92 Buchstabenkarten einschließlich zweiter Blankokarten und kostet ca. zehn Euro bei Amazon. Mit den Scrabble Karten kann man Kinder Wörter legen lassen, dann zählt man die Punkte zusammen und derjenige mit den meisten Punkten gewinnt. Außerdem kann man die Punkte anderer Mitspieler „klauen“, wenn man ihr Wort in sein eigenes verwandelt, indem man einige Karten dazulegt oder wegnimmt.

2. Wörter würfeln
Das Spiel enthält 13 Buchstabenwürfel, einen Würfelbecher und eine Sanduhr und kostet ca. 9 Euro bei Amazon. Die Sanduhr läuft etwas zu schnell ab, deswegen sollte man die mitgelieferte durch eine ersetzen, die mehr Zeit bietet oder durch einen mechanischen Timer.
Die Würfel sind schwarz mit goldenen Buchstaben, sehr angenehm zum Rollen und relativ groß.
Die Spielregeln sind so, dass man würfelt, die Sanduhr laufen lässt und aus den folgenden Buchstaben Wörter legt. Jeder Buchstabe zählt so viele Punkte, wie auf dem Würfel draufstehen. Sobald die Sanduhr abgelaufen ist, zählt man die Punkte. Nach drei Runden kann man den Gewinner küren.
Selbst Schüler, die zu Beginn keine Lust haben auf ein „blödes Lernspiel“, entwickeln nach einer Runde wirklich Spaß daran.

3. Wortfix
Das Spiel enthält 48 Buchstabenkärtchen, 24 rote sowie 24 blaue, und 30 Chips und kostet ca. zehn Euro bei Amazon. Man mischt sie und legt sie umgedreht auf den Tisch. Dann muss der Spieler jeweils einen roten und einen blauen Chip aufdecken und ein Wort nennen, in dem beide Buchstaben nicht nur vorkommen, sondern auch noch die ersten Buchstaben zusammengesetzter Wörter sind.
„Ein Wort mit „W“ und „F“? WassserFall!“
Das ist ein tolles Spiel für jedes Alter, besonders aber für Schüler der 4. Klasse, die zusammengesetzte Wörter üben.

4. GettaLetter

Das Spiel enthält 52 Karten mit Stichpunkten sowie eine klappbare Spielstation mit umklappbaren Buchstaben und einem eingebauten mechanischen Timer.
Man spielt so, dass jeder Spieler zu einem bestimmten Wortfeld, zum Beispiel „Urlaubsziele“, möglichst viele Begriffe nennen soll. Die Anfangsbuchstaben dieser Begriffe werden auf der Spielstation umgeklappt. Gewonnen hat derjenige, der die meisten Buchstaben umgeklappt hat.