Warum Kurzfilme im Unterricht?

Kurze animierte Filme (animated shorts) haben in den letzten Jahren ein Revival erlebt. Relativ billig in der Produktion, geschrieben und animiert von unabhängigen Künstlern und mit hervorragend konstruierten Geschichten, eignen sich Kurzfilme hervorragend für den Einsatz im Sprachunterricht. Hinzu kommt, dass die wirklich kurzen Zeichentricks, die selten länger als fünf Minuten sind, ganz ohne Dialoge auskommen. Sie sind bei YouTube frei verfügbar. Die zum Zeigen von Kurzfilmen benötigte Technik hat mittlerweile jeder in der Tasche: ein Smartphone. Natürlich kommt das Bild auf einem etwas größeren Bildschirm, zum Beispiel einem Tablet, viel besser zur Geltung.

Kurzfilme lassen sich in jedem Sprachunterrricht gewinnbringend einsetzen.

In Deutsch kann man jüngere Schüler an Inhaltsangaben, Zusammenfassungen und metaphorische Darstellungen heranführen. Mit Hilfe der Kurzfilme kann man älteren Schülern dramatische Konflikte veranschaulichen, mit ihnen die Eskalation von Konflikten besprechen, die Rolle der modernen Technik und der Social Media im Alltagsleben diskutieren, das Beschreiben lernen und sogar Erzähltechniken, Perspektiven, Rückschauen, Vorgriffe und Sonstiges gut erklären.

Im Englischunterricht kann man die Geschichten nacherzählen lassen und  bestimmte Wortfelder wiederholen sowie zu Diskussionen über interessante Themen anregen.

Selbst im Lateinunterricht kann man Kurzfilme einsetzen. Für die Vorentlastung der Metamorphosen eigenen sich Zeichentricks, in denen Mythen gezeigt werden, zum Beispiel Apoll und Daphne:

Hier eine ganze Einführung in die griechisch-römische Mythologie in einem witzigen Dialekt:

Der Kanal https://www.youtube.com/user/TheSimpleHistory bietet sehr gut gemachte Kurzvideos zur römischen Geschichte, die sich immer wieder als Überblick und Wiederholungsmöglichkeit eignen.

Um die Filmchen möglichst fruchtbar einzusetzen, muss man unbedingt Begleitmaterialien erstellen. Hier ist tatsächlich der Einsatz von Arbeitsblättern sinnvoll.

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